Perspektiven für St. Ignatius

Bericht von der Klausurtagung des neu gebildeten Ortsausschusses von St. Ignatius vom 19.-21.2.2016 in Eltville

 

Nachdem der im Herbst gewählte Pfarrgemeinderat, die Kandidaten für die Ortsausschüsse bestätigt hatte, traf sich der neu gebildete Ortsauschuss St. Ignatius zu seiner ersten Klausurtagung in sehr nobler Umgebung, nämlich im Tagungszentrum der deutschen Bundesbank in Eltville direkt am Rhein.

Die 23 Teilnehmer eröffneten am Freitagabend ihr gemeinsames Brainstorming über die Zukunft der Gemeinde St. Ignatius mit einem Auszug aus dem Paulusbrief an die Korinther (1 Korinther 1,4-11; 2,1-5) unter der Fragestellung: Wenn Paulus die Gemeinde St. Ignatius kennen würde, was würde er dann schreiben? Über mich? Über die Gemeinde? Was würde ihm so durch den Kopf gehen ? Würde er auch sagen: „Ich danke Gott jederzeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch in Christus Jesus geschenkt wurde, dass ihr an allem reich geworden seid in ihm, an aller Rede und aller Erkenntnis….. meine Botschaft und Verkündigung war nicht Überredung durch gewandte und kluge Worte, sondern war mit dem Erweis von Geist und Kraft verbunden, damit sich euer Glaube nicht auf Menschenweisheit stützte, sondern auf die Kraft Gottes.“

So inspiriert stand der Samstag unter der Frage: Wie wird die Gemeinde St. Ignatius in 3-5 Jahren dastehen? In vier Gruppen wurden Visionen, Wünsche und Aufgaben artikuliert und diskutiert und folgende Fragen gestellt: Wie steht es um unser Glaubensfundament als Grundlage für unser Wirken und Handeln? Haben wir in St. Ignatius ausreichende Angebote zu vertiefender Glaubenserfahrung und zur Vertiefung unserer Kenntnisse über den Glauben? Haben wir geistliche Angebote für Familien, „barrierefreie“ Angebote für Menschen, die zwar suchend sind aber christlichen Angeboten distanziert gegenüber stehen? Streben wir genug nach Wachstum der Gemeinde? Erleben wir unserer Gemeinde als einen stärkenden Ort, eine Oase aufgrund unseres Glaubens, Gottesbeziehung als Hilfestellung bei der Bewältigung von Lebenskrisen und Widrigkeiten im Alltag? (Oder formieren wir uns zu stark aus oberflächlichen Wohlfühlaktivitäten?) Können wir uns gegenseitig stärken und wappnen gegen die Vorwürfe und Unterstellungen, mit denen man als Katholik aufgrund der schlechten Öffentlichkeit der Kirche oft konfrontiert und in eine Art Sippenhaft genommen wird? Haben wir genug Offenheit nach innen – zwischen einzelnen Gruppen – und nach außen? Was ist mit der Jugend? Bieten wir genug Hilfestellung für die Entwicklung vom Kinderglauben zu einem Erwachsenenglauben ? U.v.m.

Drei Themen-Schwerpunkte ließen sich aus der Diskussion herausarbeiten: 1. Geistliche Vertiefung, 2. Gemeindeentwicklung, 3. Außenwirkung der Gemeinde. In weiteren Arbeitsgruppen wurden zu diesen drei Themen über konkrete Angebote nachgedacht, deren Umsetzung in den nächsten Monaten vom Ortsausschuss bearbeitet wird.

Ein weiterer konkreter Punkt betrifft die Werktagsmessen: Es besteht die Möglichkeit, dass die Jesuitenkommunität ihre Morgenmesse (dienstags bis freitags um 7.30 Uhr in der Hauskapelle) für die Gemeinde öffnet, so dass dort alle willkommen sind. Der Ortsauschuss begrüßt diese Öffnung und die Möglichkeit.

Außerdem hatte der Ortsauschuss sich mit konkreten Vorhaben zu befassen, zu denen neue Arbeitskreise gebildet werden:

  • Baumaßnahmen: Im Gemeindezentrum werden im Sommer die Toiletten mit Geldern der Diözese und der Pfarrei saniert. Der Ortsausschuss überlegt, wie in diesem Zusammenhang auch der Eingangsbereich sowie die beiden Gruppenräume renoviert werden können und wie dieses Vorhaben (eigen-)finanziert werden kann. Eine Arbeitsgruppe wurde gebildet, die zunächst ein Gesamtkonzept entwickelt, von dem Teile dann durch Fundraising finanziert werden müssen. Kompetente Mitdenker werden noch gesucht.
  • Ein neuer Liturgiekreis hat sich gebildet, in dem interessierte Einzelpersonen und Vertreter der Liturgierelevanten Gruppen (Kindergottesdienstkreis, Lektoren, Katechese, …) vertreten sein sollen. Der Kreis will bei der Gestaltung von Gottesdiensten beraten und mitarbeiten.
  • Der Festausschuss freut sich über neue und junge Mitglieder.

Von allen Teilnehmer wurde die Arbeit als fruchtbar und die Atmosphäre als freundschaftlich und heiter erlebt. Ein guter Start.

 

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