Architekt der Ignatius-Kirche

101 Jahre ist Gottfried Böhm alt geworden. Am 9. Juni 2021 verstarb er. Möge er ruhen in Frieden!

Böhm erbaute die St. Ignatiuskirche in den sechziger Jahren. Er schuf einen beindruckenden Bau, der bis heute unverändert zu persönlichem Gebet und gemeinsamen Gottesdienst einlädt. Eine beindruckende Beton-Faltdecke, großflächige farbige Fenster mit dem brennenden Dornbusch über dem Altar und einem Rosenband rundherum, Zentrierung und Weite prägen den Innenraum. Auch wenn die Ignatiuskirche in Werkschauen Böhms kaum erwähnt wird, zeigt sie doch all die hohe Architekturkunst, die auch seine vielen anderen Kirchen auszeichnet. Wichtigstes Werk ist die Wallfahrtskirche in Neviges. Bis Ende der sechziger Jahren baute er fast 40 Kirchen, dann zunehmend öffentliche Bauten, Rathäuser, Theater,…

Böhm war das Zentrum einer Architekten-Dynastie. Schon sein Vater Dominikus war ein durch seine Kirchbauten bekannter Mann. Heute wirken Gottfrieds drei Söhne als Architekten. Paul Böhm entwarf z.B. noch in Zusammenarbeit mit seinem Vater ganz in der Familientradition die Zentralmoschee in Köln. Gottfried Böhm wurde 1986 mit dem Pritzker-Preis ausgezeichent, einer Art Nobelpreis für Architekten.

Bis 13.8.21 ist in der WDR-Mediathek der Film: “Die Böhms: Portrait einer Familie” zu sehen.

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