2. außerhalb des Hauses

Außerhalb des Hauses kann beglückend sein. Gerade jetzt in diesem Augenblick. Vielleicht schon morgen sehnen sich Viele danach, das Haus zu verlassen. Die Nähe, die am Heiligen Abend entstehen kann, wird in eine wohltuende Distanz verwandelt.

Die Frische des Wintertags. Das Glockengeläut. Die weihnachtlichen Festlichter.

Außerhalb des Hauses kann auch Angst machen. Wegen eines Streits steht dieses Jahr zu Weihnachten der Zugang zu einem bestimmten Haus nicht offen. Oder wegen Corona. Altenheime. Krankenhäuser. Obdachlosenheime…

Die Kälte: wetterbedingt, zwischenmenschlich, umständehalber.

Außerhalb des Hauses ist Jesus Christus geboren. Wahrer Mensch. Er fühlt wie wir. Er geht mit uns an unserer Seite. Er kennt alles, was uns Menschen zustößt, zugefügt wird, was wir erleiden, erdulden, erwirken. Er kennt auch die Freuden, das Glück, die Liebe. Wahrer Gott.

So wie ER IST GOTT.

Gott, ich bitte Dich um ein wärmendes Zuhause – für mich und für alle anderen. Amen.